Sascha Klupp: Der deutsche Wohnungsmarkt im internationalen Vergleich

Sascha Klupp: Der deutsche Wohnungsmarkt im internationalen Vergleich

Immobilien- und Wohnungsmarkt: Deutschland im internationalen Vergleich

Im internationalen Vergleich auf dem Wohnungsmarkt zeigt sich sehr deutlich, dass Deutschland nach wie vor ein Land der Mieter ist. Während sich Wohneigentum in anderen Ländern längst etabliert hat und nicht primär einkommens- und budgetabhängig ist, zieht der Deutsche die Miete vor. Eine Veränderung hat Immobilienexperte Sascha Klupp aus Berlin erst in den letzten Jahren bemerkt.

Hohe Nachfrage, Wohnungsknappheit, hohe Preise – Wo steht Deutschland?

Seit 2008 steigen die Miet- und Kaufpreise für Immobilien kontinuierlich. Im gleichen Zeitraum verstärkte sich die Nachfrage nach Wohnraum im innerstädtischen Bereich, während die ländlichen Regionen weitaus weniger attraktiv für Eigentümer und Mieter sind. Mit dem Anstieg der Nachfrage wächst der Bedarf nach adäquatem Wohnraum, was wiederum die Baubranche ankurbelt. Immobilienexperte Sascha Klupp stellt diese Trendwende nicht nur in Berlin fest. Es betrifft alle Ballungszentren, merkt er an und erklärt die steigenden Preise im Zusammenhang mit der wachsenden Nachfrage. Vor allem im gehobenen und im Luxus-Segment erlebt der Wohnungsmarkt einen Boom, wobei die Wohnungsgröße nebensächlich ist. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern, in denen die Kosten für Wohneigentum und Mieten am meisten angestiegen sind. Haben Sie in Berlin im Jahr 2011 noch durchschnittlich 8 Euro pro Quadratmeter Mietraum gezahlt, liegt die ortsübliche Durchschnittsmiete jetzt über 14 Euro pro Quadratmeter. „Noch explosionsartiger haben sich die Kaufpreise entwickelt“, sagt Sascha Klupp und hat bei dieser Aussage nicht nur Berlin im Fokus. In Berlin kostet der Quadratmeter Wohnfläche / Grundstück beispielsweise nur die Hälfte wie in München. Dennoch ist Deutschland im internationalen Vergleich ein sehr teures Land für Eigentümer. Die finanziellen Aufwendungen haben sich durchschnittlich verdoppelt, während sie sich in Spanien, in Italien und Skandinavien nur marginal verändert haben.

Sascha Klupp: „Interesse an Eigentum wächst: Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt prägen die Zukunft!“

Sascha Klupp
Sascha Klupp, Berliner Immobilienexperte

Allein in Berlin fehlen laut Sascha Klupp mehr als 500.000 Wohnungen. Dies spiegelt sich vor allem im Bereich Mietwohnungen wider. Investiert wird vorwiegend in Immobilienbesitz, wodurch sich der Markt an Eigentumswohnungen und Eigenheimen stabil zeigt. Dass so viel Mietwohnungen fehlen begründet sich aber auch in der Ausrichtung, dass Deutschland nach wie vor ein Land der Mieter und monatlichen Pauschalzahler ist. Natürlich, in den vergangenen Jahren hat sich die tendenzielle Ausrichtung ein wenig verschoben. Sehen wir zu unseren Nachbarn in Skandinavien oder im südlichen Europa, sind wir trotzdem auf dem letzten Platz im Bereich Wohneigentum zu finden. Sascha Klupp äußert sich über die Veränderung, die in den kommenden Jahren auf den deutschen Wohnungsmarkt zukommt. Der Haus- und Wohnungskauf wird immer mehr Raum einnehmen, während das Interesse an Mietangeboten abnimmt und sich immer mehr an die Ausrichtung der europäischen Nachbarn anpasst. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Vor allem die explosionsartige Erhöhung der Mietbelastung, aber auch die Unsicherheit auf dem Finanzmarkt beeinflussen die Denkweise der Bevölkerung. Investitionen in Immobilien sind derzeit die sicherste Anlage, wodurch der Wunsch zu bauen oder zu kaufen in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

„Wer heute kauft, wird im Vergleich zur Kaufabsicht in zwei oder vier Jahren sparen“, sagt Sascha Klupp. Wer heute mietet, muss weiter mit tendenziellen Teuerungen und jährlichen Mietpreissteigungen rechnen fasst der Immobilienexperte die Lage zusammen.



1 thought on “Sascha Klupp: Der deutsche Wohnungsmarkt im internationalen Vergleich”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.